Die Anfänge: 1946 ... der bochumerkünstlerbund und zugleich der Neuanfang der bildenden Kunst in Bochum ist einer Initiative des Kulturamtes der Stadt im Mai 1946 zu verdanken. Alle in Bochum geborenen oder dort lebenden Maler, Grafiker und Bildhauer wurden zur Teilnahme an der ersten Nachkriegs-Ausstellung aufgerufen, die dann vom 15. Juli bis 16. August 1946 im Lichthof des Bergbaumuseums stattfand. 53 Künstler wurden von einer improvisierten Jury ausgewählt. Der Erfolg führte zur Gründung eines Ausschusses zur Einrichtung einer Künstlervereinigung:
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und heute: 2011 ... 65 Jahre nach Gründung und anlässlich des 59. Kalenders des bochumerkünstlerbundes haben sich zwar die Zeiten geändert, doch die Probleme alter Art bleiben. Ausstellungsräume und Ateliers sind nach wie vor Mangelware. Neue Mäzene sind angesichts der Finanazkrise kaum in Sicht; dennoch müssen Ausstrellungen und Kataloge finanziert werden, berufsständische Interessen sind wahrzunehmen. Angesichts leerer öffentlicher Kassen, reduzierter Zuschüsse, ausbleibender öffentlichen Ankäufen, einer sich selbst überbietenden Eventkultur ist ein stetiger Austausch notwendiger denn je. Künstlerinnen und Künstler im bochumerkünstlerbund setzen sich mit diesen Herausforderungen auseinander. Neue Formen des künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements, des Sich-Präsentierens und Einmischens im öffentlichen Leben und im Stadtraum sind zu entwickeln. Vieles wird neu angedacht, altes in Frage gestellt. Neue Bündnisse sind zu schließen, neue Mitstreiter/innen, Förderer und Freunde wurden gewonnen und müssen aktiv motiviert werden. Der bochumerkünstlerbund positioniert und präsentiert sich neu. Äusserlich durch offenes Zugehen auf die neuen Medien, mit neuen Kommunikationsstrategien, gesellschaftlich durch neue Projekte, Kontakte, Initiativen und ein innovatives und die Traditionen zeitgemäß fortschreibendes Engagement in künstlerischen und kunstpolitischen Fragen der Stadt. Der bochumerkünstlerbund und seine Mitglieder werden hierzu engagiert Fragen stellen und kreative Antworten geben. Die Ausstellung bochumer künstler 2009 und die Ausstellung Zwischenbilanz IV 2011 im Museum Bochum und ihr überzeugendes Echo beim Publikum und in den Medien machen Mut. Das Projekt 'starke Orte' im Kulturhauptstadtjahr 2010 zeigte überragendes und nachhaltiges Potential. Spannende Projekte wie die Fortsetzung der Ausstellungen in der Kunstkirche Christ-König in Altenbochum und ein neues mit dem Kulturrat in Gerthe sind vielversprechende Lichtblicke. Neue Künstlerinnen und Künstler haben ihren Weg zu uns gefunden. Dies ist Herausforderung, Ansporn und Aufgabe zugleich für die Kunst in der Stadt und der Region zugleich ... |
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