und heute:
2010... 64 Jahre nach Gründung und anlässlich des 58. Kalenders des bochumerkünstlerbundes haben sich zwar die Zeiten geändert, doch die Probleme alter Art bleiben. Ausstellungsräume und Ateliers sind nach wie vor Mangelware. Neue Mäzene sind angesichts der Finanazkrise kaum in Sicht; dennoch müssen Ausstrellungen und Kataloge finanziert werden, berufsständische Interessen sind wahrzunehmen. Angesichts leerer öffentlicher Kassen, reduzierter Zuschüsse, ausbleibender öffentlichen Ankäufen, einer sich selbst überbietenden Eventkultur ist ein stetiger Austausch notwendiger denn je. Künstlerinnen und Künstler im bochumerkünstlerbund setzen sich mit diesen Herausforderungen auseinander. Neue Formen des künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements, des Sich-Präsentierens und Einmischens im öffentlichen Leben und im Stadtraum sind zu entwickeln. Vieles wird neu angedacht, altes in Frage gestellt. Neue Bündnisse sind zu schließen, neue Mitstreiter/innen, Förderer und Freunde wurden gewonnen und müssen aktiv motiviert werden.
Der bochumerkünstlerbund positioniert und präsentiert sich neu. Äusserlich durch offenes Zugehen auf die neuen Medien, mit neuen Kommunikationsstrategien, gesellschaftlich durch neue Projekte, Kontakte, Initiativen und ein innovatives und die Traditionen zeitgemäß fortschreibendes Engagement in künstlerischen und kunstpolitischen Fragen der Stadt. Der bochumerkünstlerbund und seine Mitglieder werden hierzu engagiert Fragen stellen und kreative Antworten geben. Die Ausstellung bochumer künstler 2009 im Museum Bochum und ihr überzeugendes Echo beim Publikum und in den Medien hat Mut gemacht. Mit dem Projekt 'Starke Orte' im Kulturhauptstadtjahr 2010 hat der BKB eine Initiative übernommen, die verschiedenen Künstlerbünde im Ruhrgebiet zu einem beachtenswerten Projekt zu vereinen. Allein die Bochumer Ausstellung in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle gewann überregionale Bedeutung. Spannende Projekte wie das einer neuen Gemeinschaftsausstellung in der Kulturkirche Christ-König (KICK) ergänzte die Aktivitäten zu Ruhr2010. Der 59. Kunst-Kalender ist erschienen. Neue Künstlerinnen und Künstler haben ihren Weg zu uns gefunden. Neue Planungen für Projekte und Ausstellungen in 2011 sind gestartet. Dies ist Herausforderung, Ansporn und Aufgabe zugleich für die Kunst in der Stadt und der Region zugleich ... .
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