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bochumerkünstlerbund

 
 

Die Anfänge:

1946 ... der bochumerkünstlerbund und zugleich der Neuanfang der bildenden Kunst in Bochum ist einer Initiative des Kulturamtes der Stadt im Mai 1946 zu verdanken. Alle in Bochum geborenen oder dort lebenden Maler, Grafiker und Bildhauer wurden zur Teilnahme an der ersten Nachkriegs-Ausstellung aufgerufen, die dann vom 15. Juli bis 16. August 1946 im Lichthof des Bergbaumuseums stattfand. 53 Künstler wurden von einer improvisierten Jury ausgewählt. Der Erfolg führte zur Gründung eines Ausschusses zur Einrichtung einer Künstlervereinigung:

Nach den Schrecken des Krieges und der Zerstörung brauchten Maler nicht nur guten Willen, sondern ganz konkret Farben, Malmittel, Leinwände, Keilrahmen und vor allem: Anrechts. und Bezugsscheine. Ein Zusammenschluss war daher dringend notwendig um die gemeinsamen Interessen zu vertreten: steuerlicher Art, berufsständischer Art, Werkstätten, Ateliers und Ausstellungsräume wurden benötigt, nicht zuletzt ein Publikum und natürlich zahlungswillige Käufer. Aber wer war nun Künstler? So erhielt die Stadtverwaltung von der britischen Militärregierung die unangenehme Aufgabe die „Kachelmaler“ von den „Ernsthaften“zu trennen. Nach vier Monaten Vorbereitung wurde dann am 6. Dezember 1946 der bochumerkünstlerbund gegründet und der Bühnenmaler der Städtischen Bühne in Bochum, Reinhold Schäfer, zu seinem 1.Vorsitzenden gewählt.

 
 

 

und heute:

2010... 64 Jahre nach Gründung und anlässlich des 58. Kalenders des bochumerkünstlerbundes haben sich zwar die Zeiten geändert, doch die Probleme alter Art bleiben. Ausstellungsräume und Ateliers sind nach wie vor Mangelware. Neue Mäzene sind angesichts der Finanazkrise kaum in Sicht; dennoch müssen Ausstrellungen und Kataloge finanziert werden, berufsständische Interessen sind wahrzunehmen. Angesichts leerer öffentlicher Kassen, reduzierter Zuschüsse, ausbleibender öffentlichen Ankäufen, einer sich selbst überbietenden Eventkultur ist ein stetiger Austausch notwendiger denn je. Künstlerinnen und Künstler im bochumerkünstlerbund setzen sich mit diesen Herausforderungen auseinander. Neue Formen des künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements, des Sich-Präsentierens und Einmischens im öffentlichen Leben und im Stadtraum sind zu entwickeln. Vieles wird neu angedacht, altes in Frage gestellt. Neue Bündnisse sind zu schließen, neue Mitstreiter/innen, Förderer und Freunde wurden gewonnen und müssen aktiv motiviert werden.

Der bochumerkünstlerbund positioniert und präsentiert sich neu. Äusserlich durch offenes Zugehen auf die neuen Medien, mit neuen Kommunikationsstrategien, gesellschaftlich durch neue Projekte, Kontakte, Initiativen und ein innovatives und die Traditionen zeitgemäß fortschreibendes Engagement in künstlerischen und kunstpolitischen Fragen der Stadt. Der bochumerkünstlerbund und seine Mitglieder werden hierzu engagiert Fragen stellen und kreative Antworten geben. Die Ausstellung  bochumer künstler 2009 im Museum Bochum und ihr überzeugendes Echo beim Publikum und in den Medien hat Mut gemacht. Mit dem Projekt 'Starke Orte' im Kulturhauptstadtjahr 2010 hat der BKB eine Initiative übernommen, die verschiedenen Künstlerbünde im Ruhrgebiet zu einem beachtenswerten Projekt zu vereinen. Allein die Bochumer Ausstellung in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle gewann überregionale Bedeutung.  Spannende Projekte wie das einer neuen Gemeinschaftsausstellung in der Kulturkirche Christ-König (KICK) ergänzte die Aktivitäten zu Ruhr2010. Der 59. Kunst-Kalender ist erschienen. Neue Künstlerinnen und Künstler haben ihren Weg zu uns gefunden. Neue Planungen für Projekte und Ausstellungen in 2011 sind gestartet. Dies ist Herausforderung, Ansporn und Aufgabe zugleich für die Kunst in der Stadt und der Region zugleich ... .